Heft 4 / 2026

In der aktuellen Ausgabe ITRB Heft 4 (Erscheinungstermin: 01. April 2026) lesen Sie folgende Beiträge und Entscheidungen.

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Aktuelle Kurzinformationen

Bierekoven, Christiane, Peter Bräutigam 1964–2026, ITRB 2026, 77

Niclas, Vilma / Sommer, Tobias, BGH: Keine rückwirkende Durchsuchung alter Chats, ITRB 2026, 77-78

Scheuch, Brian, LG Köln: Sperrung eines Fake-Accounts durch X, ITRB 2026, 78

Sommer, Tobias / Niclas, Vilma, VG Neustadt an der Weinstraße: Unzulässiger Medikamentenhandel im Darknet, ITRB 2026, 78-79

Sommer, Tobias / Niclas, Vilma, VG Regensburg: Kein Datenschutzverstoß durch elektronischen Wasserzähler mit Funkmodul, ITRB 2026, 79

Niclas, Vilma / Sommer, Tobias, Anwendung des CRA in der Praxis: Leitlinien aus Brüssel, ITRB 2026, 79

Scheuch, Brian, WhatsApp-Klage gegen EDSA-Beschluss, ITRB 2026, 79-80

Rechtsprechung

BGH v. 8.1.2026 - III ZR 8/25 / Kloss, Elmar, Kein Hinausschieben des Beginns der Mindestlaufzeit eines TK-Vertrags, ITRB 2026, 80-81

BGH v. 10.12.2025 - II ZR 132/24 / Wübbeke, Michael, Berechtigtes Interesse an Mitteilung der E-Mail-Adressen von Vereinsmitgliedern, ITRB 2026, 81-82

OGH Österreich v. 26.11.2025 - 6 Ob 189/24y / Kartheuser, Ingemar / Frei, Tarmio, Rechtswidrige Nutzung von Social Plugins durch Meta, ITRB 2026, 82-83

OLG Frankfurt v. 11.12.2025 - 6 U 81/23 / Trost, Sebastian, Haftung eines Drittanbieters für Cookies, ITRB 2026, 83-84

OLG Hamm v. 6.6.2025 - 11 U 90/23 / Dovas, Maria-Urania, Kein immaterieller Schadensersatz bei rein hypothetischer Möglichkeit eines Datenmissbrauchsrisikos, ITRB 2026, 84-85

LG Berlin II v. 2.12.2025 - 15 O 569/18 / Rössel, Markus, Kein Upload von Nichtnutzer-Kontakten, ITRB 2026, 85-87

LG Frankfurt/M. v. 10.9.2025 - 2-06 O 271/25 / Rössel, Markus, Keine Wettbewerbswidrigkeit von Googles KI-Übersicht, ITRB 2026, 87-89

Beiträge für die Beratungspraxis

IT-Rechtsfragen aus der Praxis

Völker, Beata / Ipatov, Michael, Urheberrecht zwischen Innovation und Kontrolle: Herausforderungen durch KI-Training, ITRB 2026, 90-95

Das KI-Training stellt das geltende Urheberrecht vor erhebliche Herausforderungen. Am Beispiel des Urteils des LG München I zeigt sich, dass die komplexen technischen Besonderheiten generativer KI-Modelle bei der Rechtsanwendung häufig stark vereinfacht und zentrale europarechtliche Vorgaben – namentlich die KI-Verordnung – nicht hinreichend berücksichtigt werden. Unter der Prämisse einer zukunftsorientierten Auslegung der Vorschriften des § 16 UrhG und der Schranke des § 44b UrhG soll daher untersucht werden, wie bereits de lege lata ein ausgewogener Interessenausgleich zwischen Urhebern und Entwicklern ermöglicht werden kann.

Hinweise zur Vertragsgestaltung

Lejeune, Mathias, Hochrisiko-KI-Systeme und EU-Mustervertragsklauseln (MCT) für die Vergabe öffentlicher Aufträge, ITRB 2026, 96-103

Die europäische KI-VO sieht einen sog. risikobasierten Ansatz vor. Bestimmte Praktiken sind nach Art. 5 KI-VO generell verboten. Hochrisiko-KI-Systeme werden weitreichenden Verpflichtungen für Anbieter und Betreiber unterworfen. Art. 50 ff. KI-VO normieren schließlich einige Pflichten für die Anbieter und Betreiber bestimmter KI-Systeme; darunter fallen insb. KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck. In diesem Beitrag werden Hochrisiko-KI-Systeme behandelt und die von der EU-Kommission herausgegebenen Mustervertragsklauseln für die Vergabe öffentlicher Aufträge für derartige Systeme und deren Anwendbarkeit im Privatrechtsverkehr erläutert.

Literaturempfehlungen

Lippert, Anna, Bürokratieabbau und Datenschutzstandards, ITRB 2026, 103-104



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