AKEUR

Governing AI with AI - Wenn Legal Tech die KI-Verordnung beherrschbar macht

Zu diesem Thema lädt der Arbeitskreis EDV und Recht Köln e.V. am Mittwoch, 2.12.2026 von 18:00 Uhr - 20:00 Uhr herzlich zu folgender Veranstaltung ein ins Hotel Pullman (Helenenstr. 14, 50667 Köln) bzw. zur Online-Teilnahme:

Inhalte:    

Die KI-Verordnung ist seit August 2024 in Kraft, wird seither in Etappen anwendbar und wurde durch den Digital Omnibus im Sommer 2026 gerade erneut verschoben, entschärft und neu justiert. Wer heute ein KI-System einsetzt, muss nicht nur wissen, dass die KI-VO gilt, sondern wie:

  • Ist es überhaupt ein KI-System im Sinne von Art. 3 Nr. 1?
  • Welche der vier Risikoklassen — von verboten über hochriskant und transparenzpflichtig bis minimal — greift?
  • Und welche der kaskadierenden Pflichten aus Art. 5 bis 27 sind daraus konkret abzuleiten?

Diese Prüfung ist kein einmaliger Rechtsakt, sondern eine wiederkehrende Aufgabe — für jedes neue Tool, jeden neuen Anwendungsfall, jede Behörde und jedes Unternehmen neu. Genau hier stellt sich die eigentliche Frage dieses Vortrags: Kann man eine Regulierung, die für den Umgang mit KI geschrieben wurde, mit KI selbst handhabbar machen?

Wir nähern uns der Antwort aus zwei Richtungen. Im rechtlichen Teil ordnen wir das Pflichten-Mapping nach der KI-VO an einem Beispielsachverhalt ein. Kompakt, praxisnah, ohne Vorwissen vorauszusetzen. Von dort aus schlagen wir die Brücke zu Legal Design und Legal Tech: Wie zerlegt man eine juristische Prüfung so in ihre Bestandteile, dass daraus ein Tool entstehen kann? Und wo hört die Automatisierbarkeit auf? Wir zeigen das Ergebnis dieser Überlegung live: einen selbst entwickelten Legal-Tech-Assistenten, der KI-VO-Sachverhalte bearbeitet, Rolle und Risikostufe klassifiziert und die einschlägigen Pflichten ausgibt, angewendet auf denselben Beispielsachverhalt, den wir im rechtlichen Teil aufgebaut haben.

Der Vortrag richtet sich an alle, die Legal Tech nicht nur als Schlagwort, sondern als konkrete Antwort auf ein reales Compliance-Problem erleben wollen. Mit Raum für Diskussion und Austausch im Anschluss.

Referenten:    

Noha Klose ist Legal Engineer bei KREMER LEGAL TECH & OPERATIONS GmbH (KLTO). Ihr Schwerpunkt liegt auf AI Engineering — dem Bau einsatzfähiger KI-Systeme auf Basis bestehender Sprachmodelle, etwa durch Prompting, Skills und Playbooks — mit dem sie komplexe juristische Prüfschritte in handhabbare, technisch umsetzbare Prozesse überführt. Sie wirkt zudem als Referentin bei den KI-Kompetenz-Schulungen von KREMER LEGAL und KLTO mit.

Cherin Julien ist Rechtsanwältin bei KREMER LEGAL in Mönchengladbach. Sie berät Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, insbesondere dem E-Commerce, an der Schnittstelle von Daten- und Datenschutzrecht, IT-Vertragsrecht und KI-Recht. Ein Fokus liegt auf der Gestaltung und Prüfung von IT-Verträgen, vor allem für SaaS- und KI-Lösungen. Ihr weiterer Schwerpunkt ist Legal Tech: Sie nutzt ihre juristische Fachexpertise, um die anwaltliche Arbeit technisch weiterzuentwickeln. Dazu erarbeitet sie unter anderem juristische Prüflogiken, auf deren Grundlage Skills für Large Language Models (LLMs) entwickelt werden.

Anmeldung:    

Die Anmeldung zu der Veranstaltung kann online unter https://www.akeur.de erfolgen.

Es werden Fortbildungsbescheinigungen nach §15 FAO ausgestellt.

Wir würden uns freuen, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen finden Sie immer aktuell auf der Homepage des Vereins unter https://www.akeur.de.

Mit freundlichen Grüßen

Wiegand Liesegang, 1. Vorsitzender
Arbeitskreis EDV und Recht Köln e.V.



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 26.10.2026 16:08

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